Case Study — Eigenes Startup
Butlery

- Rolle
- Gründer & Entwickler
- Bereich
- Gastronomie-Software
- Kanäle
- Telefon · WhatsApp · Online
- Website
- butlery.at
Früher Tablely
Mein eigenes Startup: eine digitale Lösung für Restaurants, bei der Reservierungen über Telefon, WhatsApp und Online an einer Stelle zusammenlaufen und automatisiert verarbeitet werden.
Butlery hieß ursprünglich Tablely. Der Name wurde aus markenrechtlichen Gründen geändert – ältere Medienberichte laufen daher noch unter Tablely.
- Rolle
- Gründung, Produkt, Design, Entwicklung
- Zeitraum
- seit 2024
- Status
- Aktiv in Entwicklung
Das Telefon klingelt zur schlechtesten Zeit.
In einem Restaurant kommen Reservierungen über jeden erdenklichen Kanal: Telefon während des Services, WhatsApp am Abend, Online-Formular um drei Uhr nachts, Zuruf an der Theke.
Das Ergebnis ist immer dasselbe. Anrufe gehen verloren, weil niemand abheben kann. Nachrichten werden zu spät beantwortet. Der Tischplan liegt auf Papier, digital und im Kopf des Chefs gleichzeitig.
Für den Gast wirkt das wie Desinteresse. Für den Betrieb ist es verlorener Umsatz – und zwar genau an den Abenden, an denen ohnehin am meisten los ist.
Ein Eingang für alle Kanäle.
Butlery setzt nicht auf ein weiteres Tool, das der Betrieb zusätzlich bedienen muss. Der Ansatz ist umgekehrt: Die Kanäle, die Gäste ohnehin nutzen, werden angenommen und in einem einzigen System zusammengeführt.
Anrufe werden entgegengenommen, wenn niemand Zeit hat. WhatsApp-Nachrichten werden verstanden und beantwortet. Online-Anfragen laufen in dieselbe Übersicht.
Der Betrieb sieht am Ende eine Liste: wer kommt, wann, mit wie vielen Personen. Nichts, was erst interpretiert werden muss.
Bedienbar mit fettigen Fingern, im Halbdunkel, unter Zeitdruck.
Ein Reservierungssystem wird nicht am Schreibtisch bedient, sondern zwischen Küche und Gastraum. Das war die wichtigste Designvorgabe.
Große Trefferflächen, hohe Kontraste, wenig Text. Die Tagesansicht zeigt genau das, was in den nächsten Stunden passiert, und blendet alles andere aus.
Statt einer Oberfläche mit fünfzig Einstellungen gibt es wenige, klar benannte Zustände: angefragt, bestätigt, angekommen, storniert.

Was Butlery heute kann.
Der Kern ist die automatisierte Annahme von Reservierungen über alle drei Kanäle – inklusive Rückfragen zu Personenzahl, Zeit und Sonderwünschen.
Dazu kommen die Dinge, die im Alltag den Unterschied machen: Bestätigungen, Erinnerungen, Stornierungen ohne Anruf und eine Tagesübersicht, die auch für Aushilfen sofort verständlich ist.

Umsetzung.
Butlery ist als modernes Web-Produkt gebaut: eine schnelle Oberfläche, eine klar getrennte Schnittstellenebene und Anbindungen an die Kommunikationskanäle.
Die Architektur ist bewusst so geschnitten, dass ein weiterer Kanal ergänzt werden kann, ohne die Logik der Reservierung anzufassen – die Kanäle sind austauschbar, die Reservierung ist der Kern.
Was ich daraus mitnehme.
Software für die Gastronomie scheitert selten an Funktionen, sondern daran, dass im Service niemand Zeit hat, sie zu bedienen.
Der schnellste Weg zu einem guten Produkt war, Abende im Betrieb zu verbringen und zu sehen, wann das Telefon klingelt.
Ein Kanal, den Gäste bereits nutzen, schlägt jeden Kanal, zu dem man sie erst überreden muss.
Genau dieses Denken bringe ich in jedes Website-Projekt mit: Es zählt, was der Betrieb im Alltag wirklich nutzt.
Zur Einordnung
Butlery ist mein eigenes Startup, kein Angebot an Kunden.
Für Betriebe baue ich Websites – keine individuelle Software und keine eigenen Buchungssysteme. Diese Case Study steht hier, damit du siehst, wie ich an Projekte herangehe: erst verstehen, wie im Betrieb tatsächlich gearbeitet wird, dann bauen.
Nächster Schritt
Genau diese Denkweise steckt in jeder Website.
Wenn du willst, dass deine Website nicht nur existiert, sondern etwas erledigt: Schreib mir kurz, worum es geht.
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